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Rückstauschutz

Mit folgenden Produkten & Leistungen unterstützen wir Sie gerne im Bereich Rückstauschutz

Einbau ist ein Fall für den Profi

Ist der richtige Rückstauverschluss ausgewählt, folgt der fachgerechte Einbau. Hier ist besonders zu beachten, dass die Rückstausicherung niemals direkt in die Hauptgrundleitung eingebaut wird. Denn bei dieser Variante würden auch Ablaufstellen über den Verschluss entwässert, die über der Rückstauebene liegen und nicht zusätzlich abgesichert werden müssen. Bei einem Rückstau schließt das Rückstauaggregat und verhindert so das Eindringen von Abwasser in das Gebäude.

Werden jedoch während eines Rückstaus die oberhalb der Rückstauebene liegenden Ablaufstellen genutzt, füllt sich die Grundleitung und das Abwasser tritt über die Anschlüsse im Keller aus. Man überflutet sich also selbst. Damit das nicht passiert, dürfen nur solche Abläufe / Ablaufstellen über einen Rückstauverschluss entwässert und gesichert werden, die tatsächlich rückstaugefährdet sind.


Sicherheit durch Wartung

Ein wichtiger Punkt sind regelmäßige Wartungen und Inspektionen, um einen ordnungsgemäßen Betrieb der Rückstauverschlüsse zu gewährleisten. Neben den Vorschriften der überarbeiteten Restnorm DIN 1986 Teil 3, die eine regelmäßige Wartung alle sechs Monate durch einen Fachmann vorschreibt, sind auch die Wartungsvorschriften der einzelnen Hersteller zu beachten. Rückstausicherung ist eine Sache für den Fachmann. Nur ein fachgerechter Einbau sowie eine regelmäßige Wartung der gesamten Entwässerungsanlage durch den Fachhandwerker sorgen für höchste und dauerhafte Sicherheit.

Achtung: Bewahren Sie den Versicherungsschutz durch die regelmäßige Wartung Ihrer Entwässerungsanlagen!

Wir sind als spezialisierter Meisterbetrieb Ihr Experte für die Beratung, Planung und Einbau von Kessel-Produkten und seit über 15 Jahren zertifizierter Kessel-Einbaupartner. Unsere Kundendienstmonteure sind speziell geschult und führen Einbau-, Wartungs-, Reparaturarbeiten gemäß Herstellervorgaben fachgerecht durch.

Aber auch auf andere Fabrikate / Hersteller wie z.B. Viega, Aco, Conel, etc. sind wir geschult und für Sie ein kompetenter Ansprechpartner und Dienstleister.

Rückstausicherungen können einerseits für die Absicherung einzelner Ablaufstellen (Waschbecken, Kellerablauf, Notüberlauf, usw.), andererseits für die zentrale Absicherung ganzer Gebäude bzw. Gebäudeteile, beispielsweise durch einen Rückstauschacht eingesetzt werden.

Drei unterschiedliche Einbauvarianten stehen dabei zur Verfügung:


Freiliegender Einbau
Beim freiliegenden Einbau wird der Rückstauverschluss oder die Hebeanlage als sogenannte Überflurvariante verbaut. Das bedeutet den Anschluss an eine freiliegende („Überputz-„) Abwasserleitung. Diese Einbaulösungen sind besonders vorteilhaft für die Sanierung.


Einbau in die Bodenplatte
Besonders beim Neubau bietet sich der homogene Einbau in die Bodenplatte eines Gebäudes an. Neben ästhetischen Aspekten ist hier vor allem der Wohnraumgewinn ein entscheidender Vorteil. Für den Verbau in sogenanntem WU-Beton (wasserundurchlässiger Beton) gibt es entsprechende Abdichtungssets für den Schutz vor drückendem Grundwasser.


Einbau vor dem Haus
Sowohl für Neubau, als auch für die Sanierung geeignet ist die Installation eines Rückstauverschlusses oder einer Hebeanlage in einem Schacht vor dem Haus. Neben dem Gewinn an Wohnraum ergibt sich in diesem Fall – beispielsweise durch den vollständigen Ausschluss von Pumpgeräuschen – eine Erhöhung des Wohnkomforts.

Regelungen und Vorschriften

Kommunen müssen für aufgetretene Wasserschäden in der Folge eines so genannten Jahrhundertregens nicht haften. Das hat der Bundesgerichtshof im Mai 2004 entschieden. Städte und Gemeinden müssen dem aktuellen Urteil zufolge in Fällen höherer Gewalt nicht für Schäden einstehen, die durch eine überlaufende Kanalisation verursacht werden. Erstmals legten die Karlsruher Richter auch konkret fest, wann genau starke Regenfälle als höhere Gewalt einzustufen sind: „Bei einem ganz ungewöhnlichen und starken Regenereignis, wie es mit einer Wiederkehrzeit von mehr als 100 Jahren hier vorliegt“.


Achtung: Kommunen übertragen häufig die Sicherungsaufgaben und verpflichten den Grundstücksbesitzern zur Eigensicherung gegen Rückstau!


Normvorschriften für Rückstauverschlüsse

Nach EN 12056 erfolgt der Schutz gegen Rückstau grundsätzlich durch Abwasserhebeanlagen. Alternativ dazu können auch Rückstauverschlüsse eingesetzt werden. Die Einsatzvoraussetzungen nach EN 12056-4 sind:

  • Es muss ein Gefälle zum Kanal gegeben sein.
  • Es muss sich um Räume mit untergeordneter Nutzung handeln. Das bedeutet, dass bei Rückstau keine wesentlichen Sachwerte beschädigt oder die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigt werden.
  • Der Benutzerkreis muss klein sein.
  • Es muss ein weiteres WC oberhalb der Rückstauebene nutzbar sein.
  • Der Verzicht auf die Ablaufstelle bei Rückstau muss möglich sein.
  • Typisierung von Rückstauverschlüssen nach EN 13564-1.


Neben der europäischen „Basisnorm“ gilt es nationale Regelungen zu beachten. In Deutschland ist dies die DIN 1986, welche sich mit den Themen Betrieb, Wartung und Instandhaltung von Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke beschäftigt.

Für Österreich muss die ÖNORM B 2501 beachtet werden. Sie wurde Mitte des Jahres 2015 überarbeitet und an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Gerade im Bereich „Planung und Ausführung von Rückstausicherungen“ gab es zahlreich Neuerungen, die in einem eigenen Leitfaden zusammengefasst wurden.

Für die Schweiz ist die SN 592000 „Anlagen für die Liegenschaftsentwässerung – Planung und Ausführung“ ausschlaggebend. Ende 2012 wurde sie überarbeitet um Schweizer Norm und Europäische Norm zu hamonisieren. In einem Leitfaden haben wir die wichtigsten Informationen zum Thema Rückstauschutz zusammengefasst.

Bei schweren Niederschlägen steigt der Wasserpegel über die so genannte Rückstauebene. Gemeint ist dabei meist die Höhe der Straßenoberkante, auf der das Wasser ungehindert abfließen kann. Tieferliegende Räume im Souterrain oder Keller werden dadurch schnell geflutet. Die Folge: Schäden durch unbrauchbar gewordene Bodenbeläge, Möbel oder Elektrogeräte, triefend nasser Hausrat sowie jede Menge Ärger und Kosten für die Hausbewohner.

Öffentliche Misch- und Regenwasserkanäle können aus wirtschaftlichen Gründen nicht so dimensioniert werden, dass sie jeden außergewöhnlichen Regen einwandfrei ableiten können. Bei starkem Regen muss daher mit Stau im Kanal und Rückstau in den Anschlussleitungen gerechnet werden.

Weitere Gründe für Rückstau können sein:

  • Verstopfung, Rohrbrüche, Pumpenausfall oder Kanalschäden
  • Hochwasser im Vorfluter (Bach oder Fluss)
  • Absperrung oder Umleitung des Kanals wegen Reparaturarbeiten
  • Verstärkter Abwasserzufluss durch Kanalspülungen, Feuerwehreinsätzen oder durch zusätzliche, nicht vorgesehene Anschlüsse an das Kanalnetz


Lösung:
Entwässerungsanlagen wie Bodenabläufe, Waschmaschinen, Waschbecken, Duschabläufe (Grauwasser) oder Toiletten (Schwarzwasser), die unterhalb der Rückstauebene liegen, müssen wirkungsvoll und dauerhaft laut Norm gegen Rückstau geschützt sein. So können Abwasserleitungen mit freiem Gefälle zum Kanal durch einen Rückstauverschluss abgesichert werden. Liegt der öffentliche Kanal höher als die Ablaufstelle, muss das Abwasser mit Hilfe einer Hebeanlage nach oben gepumpt und deren Leitung mit einer Rückstauschleife gesichert werden.


Althaus GmbH

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